Autor Thema: Cost-Average-Effekt  (Gelesen 9033 mal)

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Cost-Average-Effekt
« am: Mai 19, 2004, 11:40:09 Vormittag »
Cost-Average-Effekt

»Cost-Average-Effekt? Kenne ich!«
Wirklich?

Viele Menschen haben den Begriff Cost-Average-Effekt schon mal gehört, aber kaum jemand hat ihn richtig verstanden. Und deshalb kann auch kaum jemand dessen Wert einschätzen, der sich ergibt, wenn langfristig und regelmäßig eine bestimmte Sparrate in ein zielorientiert ausgewähltes Beteiligungspapier investiert wird.

Weil soviele falsche Interpretationen des Cost-Average-Effekts kursieren, die die Menschen irreführen, soll Ihnen der Effekt hier so ausführlich dargestellt werden, daß Sie ihn endlich richtig verstehen.

Wer den Cost-Average-Effekt richtig verstanden hat, registriert Kursschwankungen und insbesondere Börsencrashs nicht mehr mit Schrecken, sondern mit Freude. Weil Sie dann wissen, wie sehr solche Kursschwankungen den durchschnittlichen Kaufkurs oder Einstandspreis senken, solange Sie regelmäßig eine bestimmte Sparrate investieren, statt von Zeit zu Zeit eine beliebige Zahl Anteile zu kaufen. Die auf diesen Vergleich bezogene zwangsläufige Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises wird »Cost-Average-Effekt« genannt.

Merksatz: Der Cost-Average-Effekt ist ein Preisvorteil, der sich auf den Vergleich von Ratensparen und Anteilsstücksparen bezieht.

Der Preisvorteil ergibt sich aus einer Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises. Die nachfolgende Abbildung ist die Grundlage einer in sich geschlossenen und einwandfreien Darstellung des Cost-Average-Effekts:


Merksatz: Das Ratensparen in volatile Beteiligungspapiere führt zwangsläufig zu einem Preisvorteil, egal wie der Kurs verläuft!

Aber der hier abgebildete Kursverlauf ist besonders lehrreich.
 
Anfang Januar eines beliebigen Jahres sei der Kurs eines beliebigen Anlagetitels 60. Meinetwegen Euro. Während der ersten vier Monate des betrachteten Jahres fällt der Kurs kontinuierlich, nämlich bis Anfang Februar auf 50, bis Anfang März auf 45 und bis Anfang April auf 30 Euro.

Während der nächsten vier Monate zeigt der Kurs eine sogenannte Seitwärtsbewegung, das heißt, Anfang Mai beginnt er bei 30 Euro, steigt dann bis Anfang Juni auf 40, fällt bis Anfang Juli auf 20 und steigt dann bis Anfang August wieder auf 30 Euro, so daß er nach diesen vier Monaten wieder genau da steht, wo er schon Anfang Mai stand. Eben eine Seitwärtsbewegung.

Und während der letzten vier Monate des betrachteten Jahres steigt der Kurs nun kontinuierlich, nämlich Anfang September steht er nochmal bei 30 Euro, bis Anfang Oktober steigt der Kurs auf 35, bis Anfang November auf 45 und bis Anfang Dezember auf 50 Euro, wo er Anfang Januar des Folgejahres auch nochmal steht.

Insgesamt betrachtet beginnt der Anlagetitel also bei 60 Euro und endet genau zwölf Monate später bei 50 Euro.

Annahmegemäß investieren Sie zu Beginn eines jeden Monats eine Sparrate von 100 Euro in den betreffenden Anlagetitel. Im Januar ist der Kurs 60 Euro. Das soll hier zur Vereinfachung gleich dem Kaufkurs und gleich dem Einstandspreis sein. Für Ihre Sparrate von 100 Euro erhalten Sie 100/60 = 1,667 Anteilsstücke. Für Ihre Sparrate von 100 Euro im Februar erhalten Sie zum Kurs von 50 Euro 100/50 = 2,0 Anteilsstücke. Und so weiter. Im Dezember schließlich erhalten Sie für Ihre Sparrate von 100 Euro zu einem Kurs von 50 Euro nochmal 2,0 Anteilsstücke. Der Punkt im Januar des Folgejahres zeigt einfach den dann geltenden Preis des Anlagetitels, Sie investieren zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr. Eine komplette Übersicht der erworbenen Anteilsstücke zeigt die folgende Tabelle:
SparrateMonatKursAnteilsstücke
100Jan601,667
100Feb502,000
100März452,222
100April303,333
100Mai303,333
100Juni402,500
100Juli205,000
100Aug303,333
100Sept303,333
100Okt352,857
100Nov452,222
100Dez502,000
1.200Jan5033,800

Zu niedrigeren Kursen sammeln Sie mehr, zu höheren Kursen sammeln Sie weniger Anteile an. Insgesamt besitzen Sie nach 12 Monaten 33,8 Anteilsstücke des betreffenden Anlagetitels und haben dafür 1.200 Euro ausgegeben. Im Durchschnitt haben Sie für jeden Anteil 35,50 Euro gezahlt (1.200/33,8 = 35,50).

Ihr Kollege oder Nachbar hat stattdessen jeden Monat eine bestimmte Anzahl Anteilsstücke gekauft, zum Beispiel einen Anteil. Dadurch waren die einzelnen Anteile für ihn teurer. Addieren Sie doch einmal die genannten Kurse, also Einstandspreise, von Januar bis Dezember. Sie erhalten 465, das heißt, für zwölf Anteile mußte Ihr Kollege oder Nachbar in diesem Fall 465 Euro ausgeben. Im Durchschnitt hat er dann für jeden Anteil 38,75 Euro gezahlt (465/12 = 38,75). Das gilt natürlich auch, wenn er statt einem jeweils zwei oder noch mehr Anteile erworben hat. Der Durchschnittspreis bleibt trotzdem immer 38,75 Euro.

Da Sie so klug waren, jeden Monat eine identische Sparrate zu investieren (daher der Name »Ratensparen«), statt eine bestimmte Anzahl Anteilsstücke zu kaufen, erzielten Sie gegenüber der Investmentmethode Ihres Kollegen oder Nachbarn einen Preisvorteil von 3,25 Euro je Anteil (38,75-35,50 = 3,25). So konnten Sie schon innerhalb dieses einen Jahres 109,85 Euro sparen (3,25·33,8 = 109,85). Das ist mehr als eine Monatsrate!

Merksatz: Gebildete Menschen betreiben Ratensparen.

Auf diese Weise erzielen Sie also einen Preisvorteil bei jedem Anteil, den Sie kaufen, denn der durchschnittliche Einstandspreis sinkt. Dazu ist es nur erforderlich
  • daß Sie wiederholt eine identische Sparrate investieren und
  • daß der Kurs des betreffenden Anlagetitels schwankt.
Die Größe des Preisvorteils hängt davon ab, wie stark, in welche Richtung und wie häufig der Kurs schwankt. Es handelt sich jedoch in jedem Fall um einen Preisvorteil, also nicht etwa möglicherweise um einen Preisnachteil. Um das zu überprüfen, sehen wir uns nun nochmal die ersten vier Monate des genannten Kursverlaufes an:



Der Einstandspreis fällt von 60 auf 30 Euro und Sie haben nach den ersten vier Monaten 9,222 Anteilsstücke erworben und dafür 400 Euro ausgegeben (addieren Sie einfach die Anteilsstücke der Monate Januar bis April). Im Durchschnitt haben Sie dann für jeden Anteil 43,37 Euro gezahlt (400/9,222 = 43,37). Ihr Kollege oder Nachbar, der jeden Monat eine bestimmte Anzahl Anteilsstücke kaufte, mußte je Anteil 46,25 Euro aufwenden (185/4 = 46,25). Für die ersten vier Monate beträgt Ihr Preisvorteil also 2,88 Euro je Anteil (46,25-43,37 = 2,88 €).

Sehen wir uns nun nochmal die nächsten vier Monate Mai bis August an:



Der Einstandspreis beginnt bei 30 Euro und endet bei 30 Euro, schwankt aber dazwischen. Nach diesen vier Monaten haben Sie 14,166 Anteilsstücke erworben und dafür wieder 400 Euro ausgegeben (addieren Sie einfach die Anteilsstücke der Monate Mai bis August). Im Durchschnitt haben Sie dann für jeden Anteil 28,24 Euro gezahlt (400/14,166 = 28,24). Ihr Kollege oder Nachbar mußte je Anteil 30 Euro aufwenden (120/4 = 30). Für die Monate Mai bis August beträgt Ihr Preisvorteil also 1,76 Euro je Anteil (30-28,24 = 1,76 €).

Sehen wir uns abschließend nochmal die letzten vier Monate September bis Dezember an:



Der Einstandspreis steigt von 30 auf 50 Euro. Nach diesen vier Monaten haben Sie 10,412 Anteilsstücke erworben und dafür wieder 400 Euro ausgegeben (addieren Sie einfach die Anteilsstücke der Monate September bis Dezember). Im Durchschnitt haben Sie dann für jeden Anteil 38,42 Euro gezahlt (400/10,412 = 38,42). Ihr Kollege oder Nachbar mußte je Anteil 40 Euro aufwenden (160/4 = 40). Für die Monate September bis Dezember beträgt Ihr Preisvorteil also 1,58 Euro je Anteil (40-38,42 = 1,58 €).

Wie Sie sehen, ergibt sich der Preisvorteil infolge der Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises immer, egal  wie der Kurs verläuft! Ob er nun fällt, um einen bestimmten Kurs herum schwankt oder steigt. Merken Sie sich das unbedingt. Vergessen Sie diese Tatsache nie mehr!

Merksatz: Der Cost-Average-Effekt ist immer positiv.

Spricht jemand von einem »negativen Cost-Average-Effekt«, dann hat er den Cost-Average-Effekt nicht verstanden und wendet ihn auf einen anderen Sachverhalt an.

Bei fallenden Kursen werden zu dem geringeren Kurs automatisch mehr Anteile erworben. Bei steigenden Kursen werden zu dem höheren Kurs automatisch weniger Anteile erworben. »Automatisch«, weil Ihre Sparrate immer gleich hoch  ist. Ökonomisch gesprochen: Günstige »Sonderpreise« werden ausgenutzt und teure »Weihnachtspreise« werden gemieden.

In diesem Beispiel betrug Ihr Preisvorteil gegenüber der Investmentmethode Ihres Kollegen oder Nachbarn je Anteil erst 2,88 Euro, dann 1,76 Euro und schließlich 1,58 Euro. Insgesamt, also über alle 12 Monate hinweg, hatten wir aber einen Preisvorteil je Anteil in Höhe von 3,25 Euro ermittelt, wie Sie sich vielleicht noch erinnern. Das ist mehr als in jedem Einzelfall!

Das bedeutet: Wenn der Kurs stark schwankt (hier insgesamt zwischen 60 und 20), dabei die Richtung wechselt (mal fällt und mal steigt) und dies häufig tut (hier insgesamt dreimal während 12 Perioden), dann wird Ihr Preisvorteil am größten.

Merksatz: Der Cost-Average-Effekt ist ein Preisvorteil, der sich bei jedem beliebigen Kursverlauf ergibt und unabhängig von der Sparraten-Höhe bzw. der Anteilsstückzahl ist.

Nur die Höhe des Preisvorteils, also die Höhe des Cost-Average-Effekts, ist davon abhängig, wie stark, in welche Richtung und wie häufig der Kurs schwankt. Das hatten wir daran gesehen, daß der Preisvorteil für die Gesamtperiode größer ist als für jede der drei Einzelperioden.
 
Jetzt haben Sie selbst nachvollzogen, wie wichtig Kursschwankungen sind, wie nützlich Volatilität ist und wie positiv Kurseinbrüche sind, solange Sie Vermögensbildung betreiben.

Volatilität ist beim Ratensparen also kein Ausdruck für Risiko, wie es die zahllosen »Pseudo-Experten« pauschal behaupten, sondern für Chancen. Diese Chancen ergeben sich aus der regelmäßigen Investition in denselben Anlagetitel, weil der durchschnittliche Einstandspreis zwangsläufig sinkt, egal wie der Kurs verläuft.

Der sinkende durchschnittliche Einstandspreis, also der Preisvorteil, macht das Investment dauerhaft sicherer und erhöht den zukünftigen Gewinn, egal wo der Kurs zum Verkaufszeitpunkt liegen wird. Denn sowohl die Sicherheit des Investments als auch der zukünftige Gewinn hängen doch davon ab, wie groß der Abstand zwischen jeweiligem Kurs und durchschnittlichem Einstandspreis ist!

Merksatz: Volatilität ist eine Freude.

Und diese Freude ist nicht zu verhindern!

Merksatz: Je niedriger der durchschnittliche Einstandspreis, desto höher die Sicherheit des Investments und desto höher der zukünftige Gewinn.
 
Aber nochmal zur Erinnerung: Die bislang ermittelte, absolute Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises bezieht sich auf den Vergleich von Ratensparen und Anteilsstücksparen! Das führt natürlich zur Frage:
 
Könnte eine der anderen Investmentmethoden im Vergleich zum Ratensparen einen noch größeren Preisvorteil ergeben, mit anderen Worten, den durchschnittlichen Kaufkurs noch weiter senken und entsprechend den Gewinn und die Sicherheit des Investments noch weiter erhöhen?

Die verkürzte Antwort lautet: Ja.
Dazu müßten Sie doch nur zu niedrigen Kursen mehr Geld investieren und zu hohen Kursen weniger Geld investieren, statt immer den gleichen Betrag zu investieren.

Aber was wäre die Voraussetzung dafür?
Sie müßten im vorhinein den zukünftigen zeitpunktbezogenen Kursverlauf des betreffenden Anlagetitels kennen! Und nicht nur den kurzfristigen, sondern den langfristigen zeitpunktbezogenen Kursverlauf. Denn es würde Ihnen doch noch gar nichts nützen, würden Sie wissen, wie der betreffende Kurs meinetwegen im nächsten Jahr verlaufen wird. Ein Kurs, der sich beispielsweise für die Monate Januar bis Juni (ohnehin erst im nachhinein) als günstigster erweist, kann sich irgendwann später doch trotzdem noch als »völlig überteuert« erweisen, nämlich nach einem Crash!

Wenn Sie dann zu den vermeintlich günstigen Kursen besonders viel Geld investiert hatten, erweist sich das somit als besonders dumm. Mit anderen Worten: Sie können hin und wider mal bessere Ergebnisse erzielen, wenn Sie unterschiedlich investieren, nämlich zufällig bessere Ergebnisse erzielen. Aber nicht systematisch, nicht sicher. In systematischer Hinsicht, also im langfristigen Durchschnitt, wird deshalb das Ratensparen den durchschnittlichen Kaufkurs am meisten senken und den höchsten Gewinn bescheren.

Die ausführliche Antwort auf die vorherige Frage lautet also:
Ja, falls Sie kontinuierlich richtig hellsehen können! Aber dann brauchen Sie das hier wohl kaum zu lesen.

Merksatz: Das Ratensparen in volatile Beteiligungspapiere ist allen anderen für die Vermögensbildung und Altersvorsorge möglichen Investmentmethoden überlegen!
 
Und weil niemand den zukünftigen zeitpunktbezogenen Kursverlauf eines Marktes oder Handelsobjektes wissen kann, ist es für Vermögensbildung und Altersvorsorge klüger, einfach regelmäßig eine bestimmte Sparrate in volatile Beteiligungspapiere zu investieren, egal in welcher Höhe und egal wie die Börse steht!

Überlegen Sie einmal für sich selbst, ob erhebliche Kursschwankungen oder ein Börsencrash Sie bislang tatsächlich unbeeindruckt ließen. Oder ob das nicht vielmehr ein Grund für Sie war, Ihr Sparen und Investieren zu modifizieren, indem sie umschichteten oder womöglich sogar noch zuvor erworbene Wertpapiere wieder verkauften.

Merksatz: Wie die Börse steht, ist Ratensparern gleichgültig.

Sie wollen »umschichten«, weil sich die Börsenlage geändert hat? Dann werden Sie noch oft umschichten müssen und noch viel Geld verlieren!

Gerade Kurseinbrüche zu Beginn unserer Ansparzeit machen unser Investment dauerhaft sicherer und erhöhen unser zukünftiges Vermögen am allermeisten, solange wir nur an unseren Investitionen festhalten. Das soll uns abschließend noch die Entwicklung des durchschnittlichen Einstandspreises vor Augen führen:


SparrateMonatKursAnteilsstückeØ EP
100Jan601,66760,00
100Feb502,00054,54
100März452,22250,94
100April303,33343,37
100Mai303,33339,82
100Juni402,50039,85
100Juli205,00034,90
100Aug303,33334,21
100Sept303,33333,68
100Okt352,85733,81
100Nov452,22234,59
100Dez502,00035,50
1.200Jan5033,80035,50


Sie sehen hier, daß ein Kurseinbruch zu Beginn der Ansparzeit den durchschnittlichen Einstandspreis (Ø EP) senkt und der gesunkene durchschnittliche Einstandspreis umso länger erhalten bleibt, je mehr Anteile zu den niedrigen Kursen angesammelt werden, je länger der Crash andauert.

Merksatz: Crashs zu Beginn der Ansparzeit erhöhen dauerhaft die Sicherheit des Investments und gleichzeitig den zukünftigen Gewinn.

Das liegt an der Entwicklung des durchschnittlichen Einstandspreises im Verhältnis zur Kursentwicklung.
 
Natürlich steigt auch der durchschnittliche Einstandspreis wieder, sobald der Kurs diesen übertrifft. Aber aus rechnerischen Gründen steigt der durchschnittliche Einstandspreis weniger stark als der Kurs. Crashs führen also zu einer dauerhaften relativen Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises.

Merksatz: Crashs führen zu einer dauerhaften relativen Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises.

Schon diese relative Senkung des durchschnittlichen Einstandspreises macht das Investment dauerhaft sicherer und erhöht den zukünftigen Gewinn. Denn wie bereits weiter oben erläutert, hängt der zukünftige Gewinn vom Abstand zwischen Verkaufskurs und durchschnittlichem Einstandspreis ab. Je größer dieser Abstand wird, desto höher der Gewinn. Und je größer der Abstand zwischen aktuellem Kurs und durchschnittlichem Einstandspreis, desto unwahrscheinlicher wird es gleichzeitig, daß der Kurs zukünftig nochmal unter den durchschnittlichen Einstandspreis zurückfallen kann. Als Ratensparer sollten wir uns deshalb insbesondere über Crashs zu Beginn unserer Ansparzeit außerordentlich freuen!

Auch falls wir erst gegen Ende unserer geplanten Ansparzeit einen Crash erleben, ist das überhaupt nicht weiter schlimm: Nach aller historischen Erfahrung hat sich nach langer Ansparzeit und regelmäßiger Investition in Beteiligungspapiere der betreffende Kurs schon so weit von unserem durchschnittlichen Einstandspreis entfernt, daß uns ein Crash zum Ende unserer Ansparzeit zwar etwas ärmer macht, wir aber immer noch ein Vielfaches des Vermögens realisieren, welches im selben Zeitraum mit irgendeiner anderen Anlageform oder Investmentmethode erreichbar war.

Und das sollte für uns entscheidend sein! Nicht der vollkommen unsinnige Vergleich mit einem zeitpunktbezogenen Börsen-Höchststand, zu dem wir noch gar nicht verkaufen wollten. Lassen Sie sich doch nicht länger von dummen oder mißgünstigen Journalisten irreführen!

Merksatz: Zu Beginn der Ansparzeit ist ein Börsencrash ein Grund zur Freude und zum Ende der Ansparzeit ist ein Börsencrash längst egal!


Wenn Sie den Cost-Average-Effekt jetzt richtig verstanden haben und sich fragen, warum alle paar Jahre irgendein vermeintlicher Finanzexperte den Cost-Average-Effekt medienwirksam leugnet, dann können Sie eine ausführliche Kritik solcher Kritik <a href="http://finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=74#CAE">hier</a> nachlesen...


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« Letzte Änderung: September 20, 2011, 12:19:12 Nachmittag von awayand »
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