Einleitung zur Einkommensverwendung
Reicht Ihr Monatseinkommen in der Regel eher bis zum 20. des aktuellen Monats oder eher bis zum 20. des Folgemonats? Ist Ihr Konto in der Woche vor dem Geldeingang regelmäßig »im Minus«? Vertrösten Sie sich gern mit dem Gedanken: »Ein Guthaben auf dem Konto bringt mir ja eh' keine Zinsen«? Dann ist Ihre finanzielle Kompetenz schlimmer als mangelhaft.
Die meisten Menschen können nicht mit Geld umgehen. Gehören auch Sie dazu? Geben Sie immer alles aus, was Sie einnehmen? Haben Sie für unvorhergesehene Ereignisse nichts übrig? Haben Sie schon einmal einen Kredit aufgenommen? Haben Sie sich verschuldet? Zahlen Sie die Schuldraten pünktlich zurück? Nehmen Sie vielleicht sogar neue Kredite auf, um alte zurückzahlen zu können?
Die Schuldnerberatungen können viele Lieder davon singen, wie unfähig die Bürger mit Geld umgehen. Und der Bundesrechnungshof weiß, wie unfähig auch Politiker und Bürokraten mit Geld umgehen.
Finanzielle Inkompetenz betrifft keineswegs nur Geringverdiener. Quer über alle Bevölkerungsschichten wird die finanzielle Inkompetenz offensichtlich. Bei manchen ist es nur deshalb noch nicht dramatisch, weil ihr gegenwärtig hinreichend hohes Einkommen, ihr Lebenspartner, ihre Eltern, eine Tante oder ein Onkel sie immer wieder finanziell »rausreißen«, ihnen »unter die Arme greifen«. Auf sich allein gestellt wären auch jene längst ruiniert.
Deshalb geht es hier um zielorientierte Einkommensverwendung. Damit Ihr Geld auch dann noch reicht, wenn Sie kein Einkommen mehr haben!
Merksatz: Es geht nicht um Konsumverzicht, es geht um Einkommensverwendung statt Einkommensverschwendung.
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